Hundekot richtig deuten: Farbe, Konsistenz und Geruch

  • Vanessa Klein
  • 30.08.2025
  • Gesundheit

Ein Grund, warum du den Kot deines Hundes immer aufsammeln solltest, ist, dass er dir wertvolle Informationen über die Gesundheit deines Hundes liefert. Farbe, Konsistenz und Geruch geben dir wichtige Hinweise über den Gesundheitszustand deines Hundes. Im folgenden Blogartikel möchte ich dir aufzeigen, wann der Kot „auffällig“ ist und welche möglichen Ursachen dahinterstecken können.


Hundekot Farbe – was bedeutet welche Färbung?

Normaler Hundekot (braun)

Normaler Kot hat in der Regel eine mittel- bis dunkelbraune Färbung. Abweichungen können unterschiedliche Ursachen haben.

Gelber oder heller Kot beim Hund

Hellbrauner oder gelblicher Kot kann auf Störungen im Bereich der Gallenfunktion hindeuten.

Grüner Hundekot und seine Ursachen

Grünlicher Kot entsteht manchmal, wenn Hunde Gras fressen, kann jedoch auch mit Infektionen oder Parasiten zusammenhängen.

Schwarzer Hundekot – mögliches Warnsignal

Schwarzer Kot ist ein ernstzunehmendes Signal, da er auf Blutungen im oberen Verdauungstrakt hinweisen kann.

Grauer Hundekot und Bauchspeicheldrüse

Grau oder lehmfarben gefärbter Kot tritt häufig bei Problemen mit der Bauchspeicheldrüse oder den Gallenwegen auf.

Rote Flecken oder Streifen auf dem Hundekot

Rote Flecken oder Streifen auf der Oberfläche des Kots können beispielsweise auf Verletzungen im Dickdarm oder im Bereich des Afters hindeuten.

Weiße Flecken im Hundekot

Weiße Flecken oder kleine Punkte im Kot können ein Hinweis auf Würmer sein. Vor allem Bandwurmglieder sind mit bloßem Auge sichtbar und zeigen sich als weiße Partikel auf oder im Kot.


Nicht immer steckt jedoch eine Krankheit dahinter. Auch bestimmte Lebensmittel können die Farbe verändern. Eine große Menge Karotten kann beispielsweise zu einem orangen Kot führen. Viele Heidelbeeren färben den Kot dagegen sehr dunkel, beinahe schwarz. Solche Veränderungen sind harmlos, solange sie im direkten Zusammenhang mit der Fütterung stehen und sich die Farbe nach einiger Zeit wieder normalisiert.

Kurzzeitige Abweichungen sind nicht automatisch ein Grund zur Sorge. Hält eine auffällige Kotfarbe jedoch länger als zwei Tage an, sollte eine Abklärung erfolgen.


Hundekot Konsistenz – von normal bis Durchfall

Wie sieht gesunder Hundekot aus?

Gesunder Hundekot ist geformt, fest und lässt sich ohne Rückstände aufnehmen.

Weicher oder breiiger Hundekot

Weicher oder breiiger Kot ist zwar noch geformt, verliert aber schnell seine Stabilität. Er sieht klumpig aus, lässt sich zwar aufnehmen, hinterlässt jedoch oft Spuren am Boden. Dieser Zustand tritt häufig nach einer Futterumstellung, bei Stress oder leichten Magen-Darm-Reizungen auf. Normalisiert sich der Kot innerhalb weniger Tage, besteht meist kein Grund zur Sorge.

Durchfall beim Hund erkennen

Durchfall unterscheidet sich davon deutlich. Hier ist der Kot nicht mehr geformt, sondern flüssig bis wässrig. Er kann kaum aufgenommen werden, tritt oft in hoher Frequenz auf und ist für den Hund mit Dringlichkeit verbunden. Durchfall ist immer ein Zeichen für eine Störung im Verdauungssystem und sollte ernst genommen werden.

Schleimiger Hundekot und mögliche Ursachen

Schleim auf dem Kot entsteht durch die natürliche Absonderung von Darmschleimhaut, die den Stuhlgang erleichtert. Ein geringer Schleimanteil kann gelegentlich vorkommen. Wenn der Kot jedoch regelmäßig oder deutlich sichtbar mit Schleim überzogen ist, können Ursachen wie Darmentzündungen, Parasiten, Futtermittelunverträglichkeiten oder auch ein Mangel an Ballaststoffen vorliegen.

Unverdaute Futterbestandteile im Hundekot

Manchmal finden sich im Kot auch unverdaute Futterreste wie Gemüsefasern, Körner oder Stücke von Knochen und Knorpel. Kleinere Mengen sind nicht unbedingt bedenklich, können aber darauf hinweisen, dass das Futter nicht optimal aufgeschlossen wird oder zu hastig gefressen wurde. Bei regelmäßig auffälligen Resten im Kot sollte geprüft werden, ob die Fütterung angepasst oder die Verdauung genauer untersucht werden muss.


Sollte der Kot deines Hundes regelmäßig auffällig sein, solltest du mit Hilfe eines Experten auf Ursachenforschung gehen.


Hundekot Geruch – was er über die Verdauung verrät

Normaler Kotgeruch beim Hund

Ein normaler Kotgeruch ist streng, aber nicht übermäßig intensiv.

Besonders starker oder fauliger Geruch

Besonders starker, fauliger Geruch kann auf Verdauungsstörungen oder Parasitenbefall hindeuten. Ein säuerlicher Geruch weist oft auf Fehlgärungen im Darm hin. Wenn der Hundekot ungewöhnlich intensiv riecht, obwohl Farbe und Konsistenz normal erscheinen, kann dies auf Futterunverträglichkeiten oder ein Ungleichgewicht im Verdauungssystem hindeuten.

Einfluss der Fütterung auf den Geruch

Auch die Art der Fütterung spielt eine Rolle. Hunde, die mit frischen, hochwertigen Zutaten ernährt werden, haben in der Regel weniger stark riechenden Kot als Hunde, die überwiegend Fertigfutter erhalten. Verarbeitete Futtermittel enthalten häufig Bestandteile, die nicht vollständig verwertet werden und dadurch den Kot intensiver riechen lassen.


Bleibt eine deutliche Geruchsveränderung über mehrere Tage bestehen, sollte dies abgeklärt werden.


Wann ist Hundekot auffällig?

Kurzfristige Veränderungen durch Futter

Bestimmte Lebensmittel können die Farbe und den Geruch des Kots beeinflussen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt. Beispiele sind Karotten, Heidelbeeren oder Rote Bete.

Auffälligkeiten, die abgeklärt werden sollten

Wenn Farbe, Konsistenz oder Geruch dauerhaft stark vom Normalzustand abweichen, sollte eine Abklärung erfolgen.


Fazit – Hundekot als Gesundheitsanzeiger

Hundekot liefert wertvolle Hinweise auf die Gesundheit des Vierbeiners. Farbe, Konsistenz und Geruch helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Auffälligkeiten sind nicht immer ein Grund zur Sorge, sollten aber aufmerksam beobachtet werden. Wer regelmäßig einen Blick auf den Kot seines Hundes wirft, kann mögliche Probleme frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln.